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Thalassämie Minor + schwanger. Hb-Grenze?

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Abgeschickt von Tina am 04 November, 2010 um 22:05:04

Ich bin mit dem 4. Kind in der 10. Woche schwanger. Die letzte Ss ist 10 Jahre her. Die Th-min wurde in der ersten SS wegen der niedrigen Hb's gefunden. Meine Hb-Werte lagen in den SS immer unter 9,0 bis runter zu sogar 7,5. Habe nie was eingenommen, war immer fit, Kinder gesund. Nun meint mein FA, ich solle mich mal bei einem Spezi erkundigen, ob sich in den letzten zehn Jahren was Neues für Th-min-Schwangere ergeben hätte, dass jetzt B12-Einnahmen empfohlen würden.

 

Abgeschickt von Jürgen M. Beith am 08 November, 2010 um 14:23:30

Antwort auf: Thalassämie Minor + schwanger. Hb-Grenze? von Tina am 04 November, 2010 um 22:05:04:

Hallo und guten Tag Tina,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Ich weiß von anderen Th.-minor-Betroffenen, dass in den USA und in Indien die Einnahme von B12-Präparaten generell empfohlen wird und dass sie dadurch häufig ein verbessertes Gesamtbefinden haben. Darüber, wie weit dabei ein Placebo-Effekt wirksam wird, gibt es allerdings keine Untersuchungen.
Weiter schwören einige Kliniken auf Weizengrassaft (Reformhaus). Bei so niedrigem Hb-Wert sollte allerdings der Genuss von schwarzem Tee und Kaffee eingeschränkt und nicht zu den Mahlzeiten genommen werden. Beide blockieren die Eisenaufnahme in den Körper.

Eine ebenfalls Betroffene und Muteer einer Thal-major-Tochter, rät zu Bluttransfusionen, falls der Hb-Wert auf 7,0 abfallen sollte.
Ihre Erfahrungen schreibt sie derzeit in einem Blog nieder:
http://thalassemia.blog.de/2010/11/01/thalassaemie-major-9874293/

Ich hoffe, ich konnte damit weiterhelfen.
Mit herzlichen Grüßen aus Waiblingen,

Jürgen M. Beith

 

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Schlagzeilen

Thalassämien, auch Mittelmeeranämien genannt, bilden eine alte Krankheitsgruppe, deren Existenz seit bereits mehr als 7.000 Jahren als erwiesen gilt.

Der Name der Krankheit Thalassämie leitet sich von dem altgriechischen Wort für Meer "Thalassa" ab, da man sie in der Antike für die "Krankheit, die aus dem Meer kommt" hielt.

Erst 1925 veröffentlichte der Kinderarzt Thomas Benton Cooley eine Arbeit über die Thalassämie. Diese gilt als Erstbeschreibung der Krankheit, weshalb die Thalassämie lange Zeit Cooley-Anämie genannt wurde.